|
|
Durchführung einer Blower-Door Prüfung Messtechnische Durchführung der Prüfung Dazu wird mit dem in eine geöffnete Außentür eingebauten Blower-Door der Luftvolumenstrom [in m³/h] ermittelt, welcher bei dem Prüfdruck von +50 Pascal (Pa) (Überdruck) und -50 Pa (Unterdruck) durch die gesamten Fugen und Ritzen -ungeplant- irgendwo durch die Gebäudehülle strömt. Neben der Gesamtfläche aller dieser Leckagen ist auch deren Typ (punktförmig, linienförmig und flächig) sowie die Verteilung ein wichtiges Kriterium. Bei Division dieses Volumenstroms [in m³/h] durch das Netto-Volumen [in m³] des zu prüfenden Gebäudes ergibt sich die Luftwechselzahl n50 [1/h] , bei Division durch die Netto-Grundfläche [in m²] die Luftwechselzahl w50 [m³/m² h] Dazu werden -mit der ausreichenden Genauigkeit von 1 % - das Netto-Volumen und die Grundfläche des untersuchten Objekts benötigt. Zur Erhöhung der Genauigkeit wird zunächst das Luftvolumen aus einer ganzen Messreihe bei unterschiedlich hohen Druckdifferenzen aufgenommen und von der Auswertesoftware (z.B. WinBlow) aus einer Ausgleichsrechnung für 50 Pascal berechnet. Daraus ergeben sich (in der Regel um etwa 10 % unterschiedliche) separate Luftwechselzahlen für die Überdruck- und die Unterdruckmessung.
Die Luftwechselzahlen n50 bzw w50 zum Vergleich mit den Normwerten werden schließlich als Mittelwert aus (mindestens) einer Überdruck- und einer Unterdruckmessung angegeben und erreichen eine Genauigkeit von typisch 5 % und besser. Bei der Prüfung sind alle evtl. noch vorhandenen Leckagen, die nicht zur Gebäudehülle oder zum Nutzungszustand gehören, sorgfältig abzudichten, z.B. mit Klebeband oder Verstopfen.
Änderungen und Irrtum vorbehalten. Alle Warenzeichen sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber und werden hier zur zweifelsfreien Zuordnung der Produkte zitiert
|